Warum ein Blog?

In der heutigen Zeit ist das Internet als Kommunikationsplattform wirklich maßgebend. Am PC, Handy, Tablet, I-Pad und egal wo du gerade bist, kannst du problemlos und bequem Informationen sammeln, dich verbinden und dich austauschen. Da es kein Licht ohne Schatten gibt, kann natürlich auch diese permanente "Verbundenheit" und Ablenkung ihre Nachteile haben, über die wir uns wohl noch unterhalten werden. Doch wenn es um Lernen geht und um Wissen, dann ist das Internet kaum zu überbieten.

 

Früher habe ich viele Seminare gehalten und Vorträge vor Gruppen von Interessierten. Vielleicht weißt du aus eigener Erfahrung, wie mühsam und aufwendig es sein kann, dies zu organisieren oder selbst daran teilzunehmen. Nun brauche ich es nur zu schreiben und du kannst es ganz einfach lesen und zwar so lange, bis du alles herausgefiltert und verstanden hast, was für dich interessant oder wichtig ist.

 

 

Warum gerade "ich" einen Blog schreibe?

Weil ich viel Erfahrung habe, wenn es um Heilung und vor allem um Selbstheilung geht, und weil ich Jahre lang mit diesem Thema um die Welt gereist bin, um es Menschen wie dir näher zu bringen. Ich bin seit mehr als 30 Jahren im Gesundheitsbereich tätig. Auch in den Jahren davor hatte ich bedingt durch meinen Leistungssport immer wieder innigen Kontakt zu Ärzten und Krankenhäusern, aber als Patient, was mir auch geholfen hat Erfahrungen zu sammeln. Nicht zuletzt deshalb ist es mein großes Anliegen, mein medizinisches und psychosoziales Wissen mit Menschen zu teilen, die es gut brauchen können oder welche es einfach interessiert.

 

Jedes Jahr treffe ich viele neue Menschen, die ein gesundheitliches oder psychosoziales Problem belastet und bemühe mich, Ihnen die Zusammenhänge zwischen der Gesundheitsebene und dem Lebensumfeld bzw. den Mustern, in denen sie leben, begreiflich zu machen. In meiner sportlich aktiven Zeit hatte ich von diesen Dingen leider selbst noch keine Ahnung, hätte mir jedoch viele Unannehmlichkeiten und Dauerschäden ersparen können, wenn mich jemand entsprechend aufgeklärt und betreut hätte.

 

Was wird es in diesem Blog zu lesen geben? Es wird um Gesundheit und Heilung gehen, um Prävention, Verstehen, Erkennen der Zusammenhänge, Selbstheilung, Beziehungs-Heilung und meine persönliche Erfahrungen als Arzt, Berater, Patient und vor allem als Mensch unter Menschen. Es wird viele Geschichten geben und neue Perspektiven zu altbekannten Themen. Da ich keiner speziellen politischen Ausrichtung oder Religion folge, wird es auch ein Streifzug durch alle Glaubensrichtungen und Orientierungen sein, solange es um Menschlichkeit und menschliche Anliegen geht. Er soll dazu dienen, dich als Leser über Dinge im Bereich der Heilung zu informieren, die du vielleicht noch nicht weißt, die jedoch deiner Gesundheit und deinem allgemeinen Wohlbefinden helfen können. Gezielte Gesundheitsfragen kann ich hier nur bedingt beantworten und verweise hierzu eher auf die Ordination, in ihrer eigentlichen Funktion.

 

 

Ich schreibe diesen Blog ohne große Erfahrung im "Blog-Schreiben" oder überhaupt als Schriftsteller. Ich werde mich quasi vorantasten und auf deine Reaktion warten, um zu wissen, wie gut du mich verstehst oder was dich interessiert. Es gibt sicher gelehrtere Menschen als mich oder Menschen mit noch mehr Erfahrung, und ich bin auch nicht der klassische Lehrer. Ich erinnere mich jedoch an einen Spruch eines meiner Lehrer, der da meinte:" Jeder Mensch kann jedem anderen Menschen in Etwas ein Lehrer sein!" Die Kunst besteht darin es zu erkennen und anzunehmen. So kann auch jedes Gespräch, egal mit wem, lehrreich sein. Im schlimmsten Fall erkennen wir, dass wir für den Austausch noch nicht bereit sind und an unserer inneren Haltung, den Filtern und der Beziehungsebene arbeiten können, wenn wir das wollen.

 

Ich bin ein Mensch wie 8 Milliarden andere, oder wenn gendern wichtig ist, wie 4 Millarden andere, mit einem innigen Bezug zur Naturwissenschaft und dem steten Drang zu forschen, zu verstehen und das neu erlangte Wissen zu integrieren. Um mit Sokrates zu sprechen, weiß ich wohl, dass ich nichts weiß, wenn es um die unfassbare und auch unvorstellbare Komplexität des Universums und des menschlichen Seins geht und dennoch ist in einigen Bereichen mein Wissen ausreichend, um Licht ins Dunkel zu bringen und Irrtümer aufzuklären, damit Heilung ermöglicht wird.

 

Die eigentliche Idee zu diesem Blog kam von Patienten, die mich immer wieder gebeten haben, das was ich Ihnen erkläre, auch nieder zu schreiben. Meine Idee ist es nun, diesen Blog interaktiv zu gestalten. Auf der einen Seite werde ich Wissen in laiengerechter Form niederschreiben, auf der anderen Seite möchte ich gerne Fragen beantworten, die dich interessieren oder die sich aus dem Geschriebenen ergeben. Deshalb wird es die Möglichkeit für dich geben, Fragen zu stellen und Meinungen zu Posten, so ferne diese zielführend, sachlich und zum Thema passend sind.

 

 

Ich finde, dass die Schulmedizin ein unfassbar geniales und wichtiges Tool ist um Krankheiten zu analysieren, zu benennen und in den meisten Fällen zu heilen. Leider gelingt dies nicht bei allen Veränderungen. Vor allem im Bereich der psychosozialen Blockaden und Belastungen ist eine rasche Heilung meist sehr schwierig. Bei meinen Patienten bewege ich mich oft genau in jenem Graubereich wo die Schulmedizin nicht sofort zu einer absoluten Heilung geführt hat oder überhaupt dem Patienten das Gefühl vermittelt, dass ihm nicht mehr geholfen werden könne. Dieser Blog ist besonders für diese Menschen gedacht, um ihnen Hoffnung zu geben und eine neue Perspektive. Aber auch für all jene, die einfach nur Schmerzen haben, Sorgen, sich im Leben nicht wirklich zurechtfinden oder noch besser einfach gesund bleiben wollen. Ich halte Prävention für den wahrscheinlich wichtigsten Teil in der Medizin. Es gibt Länder in denen Ärzte nur solange bezahlt werden, solange in ihrem Einzugsbereich niemand erkrankt. Ich halte dies für eine sehr gute Idee, wenn sie natürlich auch nur in einem Bereich umsetzbar ist, wo auf jeden Arzt nur eine geringe Anzahl von Patienten kommt. In der Großstadt-Umgebung und mit dem deutlichen Ärztemangel, der bei uns herrscht, ist das ein unlösbares Unterfangen. Dennoch ist meiner Meinung nach die Sorgfalt jedes einzelnen für sich selbst der erste und wichtigste Schritt um gesund zu bleiben und nicht das Vertrauen auf Hilfe von Außen!

 

Egal wie lange ich schon als Arzt tätig bin und wie sehr ich mich bemühe, gibt es immer wieder Dinge, die neu für mich sind und ich nicht sofort erklären kann. Da ich in meinem tiefsten Inneren Naturwissenschaftler und Forscher bin, bemühe ich mich jedoch, all diese Dinge zu begreifen, zu erklären und heilbar zu machen. Ich scheue auch nicht davor zurück eine einmal gepostete Meinung durch das Erlernen neuer Informationen zu ändern, dies zu begründen und dann eben eine andere zu vertreten. Und diese Informationen können vielleicht gerade von dir kommen!

 

Bei der Heilung geht es immer um eine "Beziehungs-Heilung". Um krank zu werden, muss entweder die Beziehung zu dir selbst oder zu der Umwelt, in der du lebst, auf irgendeine Weise geschwächt oder gestört sein. Biologisch ist der Mensch ein so solides und abgesichertes System, dass es im Normalfall fast unmöglich ist, zu erkranken oder sich zu verletzen. Nur wenn wir nicht die nötige Sorgfalt und Zeit uns gegenüber und unserer Umgebung gegenüber aufwenden, haben wir ein erhöhtes Risiko auf Krankheit und Verletzung. 

 

 

Heilung und Therapie bedeutet deshalb zuerst immer Analyse auf allen Ebenen, in allen Systemen die uns umgeben und aus denen wir aufgebaut sind, um die Beziehung in diesen Systemen zu verstehen und sie wieder in Ordnung zu bringen oder überhaupt erst herzustellen. Es gäbe sehr viel zu diesem Thema zu sagen, und wahrscheinlich würde es nicht nur ein kleines Buch, sondern ein ganzer Roman werden. Allerdings wüsste ich im Augenblick nicht einmal genau, wo ich anfangen soll mit den Erklärungen und vor allen Dingen, mit der Aufklärung über Irrtümer, die teilweise zum Wohle der Wirtschaft und der kulturellen Normen in unseren Köpfen verankert wurden. 

 

Ich gebe zu bedenken, dass es den Menschen schon vor Jahrtausenden bewusst war, dass der Glaube an ein positives Ende, liebevolle Betreuung und der Schutz innerhalb einer intakten Familie, sowie ein wohlwollend positives Denken des betreuenden Heilers, die Grundbedingung für jede erfolgreiche Behandlung waren. Hätten unsere Vorfahren dies nicht seit jeher gewusst oder automatisch gemacht, wären wir schon längst ausgestorben. Der Wandel hin zu einer medikamenten-abhängigen, angsteinflösenden diagnoseorientierten Heilbehandlung passierte erst im 14. Jahrhundert. Nicht zuletzt wegen der verheerenden Kriege und Seuchen dieser Zeit, aber auch durch die unermüdliche Suche der Alchimisten nach wundersamen Heilmitteln, mit der gleichzeitig explodierenden Bevölkerungsdichte in den Städten. Dies war wohl einer der wichtigsten Schritte weg von der liebevollen Betreuung durch Laien oder Heiler, hin zu einer institutionalisierten, substanzabhängigen Medizin, welche ohne Spezialisten scheinbar nicht mehr auskommt.

 

Heute können sich die meisten Menschen gar nicht mehr vorstellen, einen Schmerz oder ein Leid aus eigener Kraft zu hinterfragen, zu begreifen und zu heilen. Spüren sie Schmerz, wird einfach ein Medikament genommen oder der Arzt für eine Spritze aufgesucht. Jedenfalls soll der "dumme Schmerz" einfach verschwinden und es ist für Viele gar nicht so wichtig, woher er wirklich kommt. Diese Unmündigkeit des Patienten ist großteils künstlich gemacht und hat auch einen guten Grund. Ich möchte, dass du weißt, was du hast, warum es weh tut und was Schmerz wirklich ist, damit du gesund und glücklich leben und alt werden kannst

  

 

Die heutige Zeit und die Form der Kultur, in der wir leben, verursacht leider mehr und mehr Menschen, die zunehmend überfordert sind mit den Vorgaben, den oft sinnlosen Regeln und den noch sinnloseren zwischenmenschlichen Rivalitäten und der Panikmache durch die Medien. In einer Welt, wo jeder von klein auf verpflichtet ist, besser als der Durchschnitt zu sein, wird sich automatisch der Durchschnitt auf ein Niveau anheben, das nur mehr von ganz wenigen überschritten werden kann und das zu einem Preis, der so hoch ist, dass es sich auf keinen Fall auszahlt. Damit steigt die Anzahl der unterdurchschnittlichen "Looser" automatisch, selbst wenn diese Menschen gerade vorher noch in Ordnung waren. Erschwerend hinzu kommt die zunehmende Effizienz-Sucht der Firmen und Arbeitgeber, sowie die "Maschinalisierung / Digitalisierung" unser Umwelt und vor allem der Arbeitswelt. Dass dadurch ein aggressives, oft verzweifeltes Denken und Handeln entstehen muss, ist durchaus verständlich und menschlich. Das eigentliche Problem kann dadurch jedoch keinesfalls gelöst werden. 

 

Mein ehrlicher Leitspruch ist daher, "Nichts Menschliches ist mir fremd", was aber nicht bedeutet, dass ich alles Menschliche gut heiße oder akzeptiere, vor allem wenn dadurch andere Menschen unnötig zu Schaden kommen, damit sich einige Wenige bereichern können. Wir Menschen haben uns eine grenzenlose Gesellschaft gebaut, in der scheinbar Alles möglich ist und scheinbar auch möglich sein muß. Wir leben daher in völliger Selbstüberschätzung, wenn es um unsere Erwartungen geht und in Ohnmacht wenn es um die wirkliche Erfüllung geht. Es verliert auch Alles mehr und mehr seinen Sinn, weil wir Idealen nachjagen die irrational und künstlich sind und dies in Wirklichkeit dort draußen für Menschen gar nicht funktionieren kann. Allein das ist Ursache vieler moderner Erkrankungen, und Beziehungsstörungen, weil der dadurch ausgelöste Dauerstress unser Immunsystem schwächt und unser Microbiom (Darmflora und anderes) verändert. Auch darüber werden wir noch sprechen wenn du willst.

 

Ich möchte dich hiermit nochmals einladen, Fragen zu stellen zu den Bereichen Heilung, Gesundheit und Beziehung, vor allem wenn es um die Grundlagen unserer Selbstheilungsfähigkeit geht, oder auch Kommentare zu schreiben, sofern diese der Sache dienlich sind und von Herzen kommen. Doch Achtung ! Falls du, bedingt durch inneres Leid, deinen Frust und deine Angst auf andere übertragen willst, indem du bösartige oder abwertende Kommentare schreiben möchtest, lade ich dich ein, stattdessen einmal etwas anderes zu probieren und die Anonymität zu nutzen, um lieber eine Frage zu stellen, die dir vielleicht hilft, diesen inneren Schmerz besser zu verstehen oder auch eine Lösung dagegen zu finden und ich verspreche dir, ich werde sie so gut wie möglich recherchieren und beantworten.

 

Ich hoffe damit einige Fragen ausgelöst und mögliche Ideen getriggert zu haben und freue mich auf Kommunikation.

 

 

 

 

 

 

PS: Ich bemühe mich den Regeln der Grammatik und Orthographie treu zu bleiben und bitte um Verständnis für etwaige Ausrutscher, solange der Inhalt weiterhin verständlich bleibt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Helga W. (Donnerstag, 19 September 2019 20:10)

    S.g. Herr Dr. Schiestel!
    Mein rechtes Knie ist aufgrund von Schongang nach 2 OPs am linken Knie ziemlich „mitgenommen“. Diese Knorpelschäden, sowie Abnützung und Arthrose tun das Übrige. Schmerzen sind nicht wirklich belastend und ich nehme auch Schwefel, Chondroitin und Glucosamine (ein Kombi-Medikament), was mir gut tut. Auf jeden Fall will ich eine OP vermeiden um ein neues Knie zu bekommen.
    Nun habe ich gehört, dass es eine erfolgreiche Behandlung mit körpereigenen Stammzellen gibt, die Schmerzfreiheit und mehr Bewegungsfreiheit ermöglicht.
    Meine Frage ist nun: Machen Sie auch die Stammzellen-Therapie bzw. was halten Sie davon?
    Vielen Dank vorab für Ihre Antwort!