Helga Nitschke

 

Ich erblickte 1965 in Wien als Zweitgeborene das Licht der Welt.

In meiner Kindheit entdeckte ich schon früh die Liebe zur Natur, vor allem zu den blühenden Gewächsen.

 

Nach 9 Jahren Pflichtschule hatte ich das große Glück, das mir meine Mutter Unterstützung gab, um genau in diesem Bereich eine Lehre absolvieren zu können. Ich fand ein Unternehmen, welches mich zur Floristin ausbildete. In diesem Beruf entwickelte sich auch meine große Leidenschaft zum Dekorieren. In den folgenden Jahren konnte ich als Geschäftsführerin eines Blumengroßhandels mein erlerntes Wissen voll ausleben und mich auch im wirtschaftlichen Bereich etablieren.

Im Jahr 1990 kam dann meine leibliche Tochter zur Welt. Dieses krempelte mein ganzes Leben um, da meine Tochter schwer behindert zur Welt kam. Ein Wettlauf mit der Zeit begann und auch meine ersten tiefen Erfahrungen mit dem medizinischen System in Österreich. Wo finde ich genau die Ärzte, die mein Kind als Person erkennen, die Familie dahinter und nicht nur die Krankheit sehen?

Meine Tochter bekam sehr viele Therapien die nur bedingt wirkten, bis ich begann Schulmedizin und Alternativmedizin zu mischen und nur diese anzuwenden, welche gerade in die physische und psychische Tagesverfassung meiner Tochter passte. Ich lernte in dieser Zeit viele interessante Menschen kennen. Um Beatrix, so heißt meine Tochter, auch selbst, über reine Mutterliebe hinaus, unterstützen zu können, machte ich eine Reiki Ausbildung. Dies verbesserte die Situation deutlich für uns Alle.

 

Diese Zeit gab mir die Möglichkeit in mir zu wachsen. Ich hatte das große Glück gute Freunde zu haben, welche mich beraten konnten und unterstützt haben. Eine sehr lehrreiche Zeit für uns alle. Unter anderem bemerkte ich am eigenen Leib, wie wichtig es ist gehört, gesehen und verstanden zu werden und wie heilend oder schwächend es sein kann, je nachdem wie Menschen mit einem umgehen, wenn man "schicksalshaft" Hilfe  benötigt und auf andere angewiesen ist.

 

Da ich nicht wollte das Beatrix alleine aufwächst und unbedingt weitere Kinder haben wollte, jedoch kein Risiko mehr eingehen wollte, habe in den folgenden Jahren 3 Pflegekinder aufgenommen. Angefangen hat es mit einen kleinen Jungen, Namens Rudi, der bei uns im Jahre 1999 einzog und frischen Wind in unseren bereits sehr therapeutischen Alltag brachte. Dieses Patchwork funktionierte von Anfang an sehr gut. Wie mein Sohn heute zu sagen pflegt: "Gesucht und gefunden!" Im Jahr 2002 verliebten wir uns in ein Schwesternpaar, welches nicht die Möglichkeit hatte im elterlichen Heim groß zu werden. Somit zogen Natalie und Manuela bei uns ein. Die Familie war nun fast komplett. Unser Hund Arkan belebte zusätzlich unser Heim und übernahm sogar die eine oder andere „Therapie“.

 

Ich hatte das große Glück in einer nicht allzu leichten Zeit in meinem Leben (Trennung von meinem ersten Mann) meinen zweiten Mann kennen zu lernen. Dieser gab mir die Unterstützung die es mir ermöglicht hat, mich wieder mehr ins Berufsleben einarbeiten zu können. Er motivierte mich auch in eine andere Richtung zu sehen und so machte ich die Ausbildung zur Dipl. Bildungsmangerin wo ich insgesamt neun Jahre tätig war. Eine ebenfalls interessante Erfahrung Menschen weiterhelfen zu können welche nicht mehr wissen wies es weitergeht in ihrem Leben und das Gefühl vermittelt bekommen man benötige sie nicht mehr in der Arbeitswelt. Da konnte ich nun meine eigenen Erfahrungen einsetzen.

 

Die Kinder sind groß geworden und es war an der Zeit Veränderung und Neues zuzulassen. Der Wunsch, für Menschen da zu sein, war und wird immer ein Teil meines Lebens sein. Durch meinen intensiven Kontakt zur Medizin und auch den sozialen Systemen in Österreich bin ich sehr froh, nun im medizinischen Bereich tätig sein zu können, um genau hier zwischen Mensch und System vermitteln zu können.

 

Daher bin ich sehr glücklich die Möglichkeit zu haben Menschen mit meiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ein wenig begleiten zu dürfen, wenn Sie zu uns in die Ordination kommen.